Olympische Winterspiele Turin 2006

05.08.2013 2006, Italien Keine Kommentare

2-Euro-Gedenkmünze Olympische Winterspiele 2006 TurinNach der griechischen Ausgabe von 2004 kommt die zweite olympische 2-Euro-Münze aus Italien. Sie thematisiert die Winterolympiade 2006 im norditalienischen Turin. Pünktlich zum Eröffnungstag des Sportfestes, am 10. Februar 2006, erschien sie mit einer Auflage von 40 Millionen Stück.

Die Wahl Turins zum Austragungsort der Winterspiele kam überraschend. Es hatten sich sechs Städte, ausschließlich europäische, umd die Spiele beworben. Zur Abstimmung gestellt wurden schließlich jedoch nur zwei, nämlich Turin und das schweizerische Sion. Die Hauptstadt des Kantons Wallis hatte sich mehrfach vergeblich beworben und galt nun als großer Favorit. Wider Erwarten wurde es jedoch von der piemontesischen Metropole Turin geschlagen.

Während die Stadion-Wettkämpfe in Turin stattfanden, wurden die Outdoor-Wettkämpfe in Orten der Cottischen Alpen – bis zu 90km westlich von Turin – abgehalten. 80 Nationen beteiligten sich an den Winterspielen – eine Rekordzahl, die jedoch bereits bei den 2010 folgenden Spielen in Vancouver übertrumpft werden sollte. Erfolgreichstes Team mit 11 Goldmedaillen, zwölf mal Silber und sechs mal Bronze war die deutsche Mannschaft, gefolgt von der der USA (je 9 Gold und Silber, 7 Bronze) sowie Österreich (9 Gold und je 7 Silber und Bronze). Erfolgreichster Athlet war der südkoreanische Shorttrack-Läufe Ahn Hyun-soo, der allein drei Gold- und eine Bronzemedaille gewann. Auf dem zweiten Platz folgte der deutsche Biathlet Michael Greis mit drei Goldmedaillen. Beim Ski-Alpin Slalom der Herren schaffte es die österreichische Mannschaft alle drei Medaillen abzuräumen und hatte das Siegertreppchen für sich allein.

Das Motiv

Die Mole Antonelliana mit den Alpen im HintergrundDie Münze zeigt auf der rechten Seite einen stilisierten Abfahrtsskiläufer. Darüber ist der Anlass der Ausgabe zu lesen: „GIOCHI INVERNALI“ (zu deutsch „Winterspiele“). Links daneben ist der Name des Austragungsortes, „TORINO“, zu lesen. Darüber sehen wir das Wahrzeichen der Stadt – die Kuppel der Mole Antonelliana („Antonelli-Bau“). Jenes Gebäude entstand in den Jahren 1863 bis 1889. Zunächst war es als Synagoge gedacht und von der jüdischen Gemeinde in Turin in Auftrag gegeben worden. Der Ehrgeiz des Architekten Alessandro Antonelli, ein einzigartiges Gebäude zu errichten, trieb die Kosten derart in die Höhe, dass es schließlich die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde sprengte. Eine Bürgerinitiative übernahm daraufhin die Bauherrenschaft. Im Jahr seiner Fertigstellung war die Mole Antonelliana – nach dem Washington Monument in der US-Hauptstadt – das zweithöchste begehbare Gebäude der Welt. Überdies war es lange Zeit das höchste Ziegelgebäude. Es beherbergt heute das nationale Filmmuseum Italiens. Eine Besonderheit und beliebte Attraktion ist ein freischwebender Aufzug, der Besucher im Inneren der Kuppel zu einer Aussichtsplattform befördert. Neben der von Maria Carmela Colaneri entworfenen 2-Euro-Gedenkmünze ziert das Turiner Wahrzeichen auch das italienische 2-Cent-Stück.

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