Olympische Sommerspiele 2004 in Athen

01.07.2013 2004, Griechenland 1 Kommentar

Griechenland 2004: Olympische Sommerspiele in Athen

Die erste 2-Euro-Gedenkmünze kommt ausgerechnet aus dem Land, das sich in der Eurokrise zum größten Sorgenkind der Währungsunion entwickelt hat. Griechenland war noch kurz vor Einführung des Euro-Bargelds auf den schon seit 1999 rollenden Euro-Zug aufgesprungen und konnte so gemeinsam mit den 11 Gründungsmitgliedern am 1. Januar 2002 seine eigenen Münzen in Umlauf bringen.

Am 14. Mai 2004 erschien mit einer Auflage von 35 Millionen Stück die erste 2-Euro-Sondermünze. Anlass war die Veranstaltung der XXVIII. Olympischen Sommerspiele in Athen. Nach der ersten neuzeitlichen Olympiade kehrte das sportliche Großereignis so nach über 100 Jahren wieder an die Stätten seines antiken Vorbildes zurück. Dabei war die Ausrichtung der Sommerolympiade 2004 stark umkämpft. Mit 11 Nationen gab es mehr Bewerber als je zuvor. In der fünften Abstimmungsrunde setzte sich die griechische Hauptstadt schließlich mit 66 zu 41 Stimmen gegen Mitbewerber Rom durch.

Schlechte Presse gab es im Vorfeld der Spiele: Mehrfach wurde über Verzögerungen beim Bau der Wettkampfstätten berichtet. Mancher fürchtete gar, dass diese nicht rechtzeitig fertiggestellt würden. Am Ende löste sich jedoch alles in Wohlgefallen auf. Einzig das olympische Schwimmstadion musste – wegen Zeitmangel beim Bau – ohne Dach auskommen.

Bronze-Kopie des Diskobolos von Myron im Botanischen Garten Kopenhagen

Neben der hohen Bewerberzahl um die Ausrichtung stellte Olympia 2004 weitere Rekorde auf: mit 202 Nationen traten mehr Mannschaften an als je zuvor. Der Fackellauf vor den Spielen führte erstmals über alle Kontinente und machte dabei an allen bisherigen Austragungsorten der Olympischen Spiele Station.

Das Motiv

Die 2-Euro-Gedenkmünze zur Sommerolympiade 2004 schmückt die Abbildung eines antiken Diskuswerfers (Diskobolos). Vorbild ist die bekannte Statue des griechischen Bildhauers Myron, der im 5. Jahrhundert vor Christus lebte. Das Werk wurde unzählige Male kopiert und findet sich in vielen Gärten und Parkanlagen wieder. So auch in Kopenhagens Botanischem Garten, wo der Diskobolos in Bronze gegossen steht (siehe Abbildung). Neben dem Diskuswerfer sind auf der Münze die olympischen Ringe zu sehen, sowie – wie bei griechischen Euromünzen üblich – noch einmal die Wertangabe in griechischen Lettern.



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  • Peter

    19.10.2013, 18:11 Uhr

    Schöner Artikel 🙂

    Beste Grüsse

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